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beiträge vom 24.09.2007




endlos (4)

von kb_mech

und weiter im text:
märz 1999: das landgericht findet das ausbooten von väterchen ganz schön dreist und setzt dem treiben seiner mitgesellschafter ein ende. er wird fürstlich abgefunden und cheffe bekommt einen schönen bonus. das wars dann aber auch mit den guten nachrichten. denn töchterchen lässt abtreiben und leidet seitdem unter starken schmerzen. gegen den in holland stationierten gynäkologen wurde vorher schon ermittelt. das ist aber keine sache für cheffe, deswegen vermittelt er die schadenersatz- und schmerzensgeldklage woandershin.

das familienoberhaupt schafft es doch tatsächlich innerhalb weniger monate die gesamte abfindung auszugeben; hauptsächlich investiert er in sein eigenes unternehmen. die auftragslage ist gut, sehr gut sogar. wir werden nun etwas weniger beansprucht, weil vater sich um seine firma kümmert und sich – dank unserer hilfe – nun auch darauf konzentrieren kann. er muss sich nämlich mit vorräten eindecken, falls mal die preise steigen; jetzt (mitte 1999) ist’s grad günstig. daher leiht er sich noch mehr geld für eine kapitalerhöhung und kauft seine lager voll. von wem leiht er sich das geld eigendlich? – vom professor. der hat sich nämlich eine gewinnbeteiligung anstatt zinsen ausbedungen und das ist gut für väterchen. dass der kerl seine exfrau aushält ist väterchen schnuppe, weil geld stinkt bekanntlich nicht. cheffe schwant böses, seine warnungen werden aber fleissig in den wind geschlagen.

was man - auch im nachhinein - leider nicht beweisen, aber mutmaßen kann: söhnchen verträgt sich wieder mit seiner mutter, erzählt ihr und dem professor, was er so über die aktivitäten seines vaters so weiß. der professor hat geld, das er gewinnbringend einsetzen will; er will vor allem aber eines: macht. das söhnchen hat im hintergrund allerlei kontakte aus seiner zeit in seines vaters firma ausgequetscht und kann sich ein gutes bild der internas machen. dass er selbst nicht ein, zwei mal in der firma seines vaters war um unterlagen zu kopieren alte bekannte zu besuchen, bestreitet er nicht, war ihm aber auch nie zu beweisen.

anfang 2000 stagniert die auftragslage in der firma des vaters. ist aber nicht so schlimm, denn das darlehen des professors ist ja unverzinslich und die gewinnbeteiligung wird regelmäßig an den professor überwiesen.

dem töchterchen geht es wieder besser, sie hat zwar den prozess gewonnen und genug schadenersatz und schmerzensgeld tituliert bekommen, kann aber keine kinder mehr bekommen. sie steigt wieder beim vater in die firma ein.

das söhnchen fährt seine gmbh an die wand, an der er schon seit wochen mit dem rücken steht. der insolvenzverwalter kann da nur mit dem kopf schütteln und irgendwer schaltet die staatsanwaltschaft ein.

in welchen spähren frau mutter sich auch bewegt, auf der erde ist jedenfalls nur ihr körper. was immer sie sich so an rauschmitteln iniitiert, es muss teuer und wirksam sein. vier monate entzug inbegriffen.

und der spass fing dann erst an.



fortsetzung folgt





anweisungsgemäß

von kb_mech

anruf der sekretärin eines mandanten:

'ihr fax funktioniert nicht.'

doch, tut es. bekomme ständig faxe, steht neben mir.

'ich habe an die 123465 das fax geschickt, da geht aber kein fax dran.'

das ist richtig, das da kein fax dran geht, weil unsere nummer ja 123456 ist. meint sie doch tatsächlich:

'da muss ich aber vorher meinen chef fragen, weil ich darf das nur an die 123465 schicken. nirgendwo sonst hin.'

muss man sich bei einem offensichtlichen zahlendreher so anstellen? vertraulich hin oder her, damit stört man den chef doch nicht.

mir egal.




mit der kreissäge im aktenberg


die welt ist voller bloggender anwälte, aufstrebenden und fertigen 'machern', aber keiner schreibt über die menschen, die denen den rücken frei halten und sich dabei für kleingeld den arsch aufreißen: sekretärinnen und angestellte in kleinen, aber feinen büros. bis jetzt.

ob nun anwaltsangestellte, sekretärin in einem steuerbüro oder assistentin von einem wirtschaftsprüfer. hier schreibt jemand über den büroalltag mit manchmal mehr als nur einem zwinkern.

in kleinschrift




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