ausbilderchen
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kb_mech
ich telefoniere täglich mit meiner azubine. ich helfe ihr dann bei den fristen, falls sie sie noch nicht drauf hat. und bei der zwangsvollstreckung und bei allem was sonst noch so anfällt.
cheffe meinte zu ihr wohl gestern: "sie [also: ich] kann doch im krankenhaus arbeiten. immerhin hat sie ja einen tisch neben dem bett."
was dann auch der einzige grund gewesen sein dürfte, warum er mich hier besucht hat - um zu kucken, ob ich nen tisch habe zum arbeiten. *grummel*
gepostet am 09.09.2008, 09:38 h, in
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kb_mech
mein anzubienchen hat ihr zeugnis bekommen. herzlichen glückwunsch zum 1er durchschnitt. erstmals sehe ich in einem berufsschulzeugnis kopfnoten. über deren aussagekraft wird wohl noch zu diskutieren sein, wenn man sich die entwicklung in den nächsten jahren einmal ansieht.
gepostet am 01.07.2008, 13:47 h, in
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kb_mech
zda, (sowohl sub. als auch: verb, adj.): abk. für: zu den akten; gerne auch die anweisung an den azubi: mach mal zda, sprich: hefte diese loseblattsammlung in die jeweils zugehörige akte; es kann durchaus sein, dass die ein oder andere akte schon seit jahren abgelegt ist; keinesfalls dürfen diese dokumente ein aktenzeichen tragen, dass dem jeweiligen azubi dabei hilft, das schriftstück in die richtige akte zu heften;
zda-körbchen, das (sub., m.): schreibtischkästchen im a4-format, zumeist auf dem tisch des rechtsanwalts / sachbearbeiters zu finden, in dem in möglichst ungeordneter weise handschriftliche anweisungen, dokumente für den zda-vorgang (s. o.), rechungen und ähnliches eingebracht werden; auf jeden fall der ort zur weitergabe wichtiger, dringender anweisungen, weil es ein mal am tag geleert wird;
gepostet am 12.06.2008, 14:17 h, in
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kb_mech
leider häuft sich in dieser woche die arbeit, dass ich kaum noch zeit habe, das blog zu pflegen. die zeit wird immer knapper. auch das azubinchen lernt nun, was es heißt, unter großem zeitdruck zu arbeiten. ich wünschte, ich könnte ihr mehr sachen von dem erklären, was sie da tut. kann ich aber nicht. bin selbst voll bis oben hin mit arbeit.
demnächst schreibe ich mehr.
gepostet am 01.04.2008, 13:40 h, in
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stb_mech
zur zeit meiner ausbildung 'durften' wir azubienen täglich mit dem hund des kanzleieigners unsere mittagspause im park verbringen. denn der ausbilder hatte doch keine zeit fürs gassigehen. kb_mech musste in ihrer ausbildung des öfteren die fenster der kanzlei putzen. damals war es ganz normal.
heute morgen beschwert sich doch eine azubine in unserer steuerbude, dass sie doch tatsächlich drei aktenordner aus dem keller holen sollte. sie sei schließlich kein sklave.
eine runde mitleid.
gepostet am 06.03.2008, 14:38 h, in
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kb_mech
auch rvg abrechnen will gelernt sein. deswegen lernt die azubine fleißig in der berufsschule die materie, die den anwalt ernähren soll. das gestaltet sich dann so, dass die azubine - mit ihrem schulbüchlein und einem rvg-kommentar bewaffnet - einen kleinen packen akten bekommt mit der aufgabe, diese altakten zur übung einmal kostenmäßig zu überprüfen, sprich: rechne mal ab, was geht.
sie hat fast alles richtig gemacht. sie vergisst nur hier und da mal eine anrechnungsvorschrift. das sollte aber in einem halben jahr nicht mehr passieren. *rüffel* ist aber eine nette zwischenprüfungsaufgabe, finde ich.
dazu kommt, dass man beim schreiben von rechnungen durchaus einen schnellen draht zum steuerberater hat. um mal kurz durchzurufen. der erklärt einem dann auch fein, wann man die umsatzsteuer in einer rechnung weglassen darf. das wird einem im berufsschulunterricht wohl nicht beigebracht.
gepostet am 06.03.2008, 10:10 h, in
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kb_mech
seit einiger zeit darf die azubine an ihrem pc auch ins internet. in den pausen und / oder dann, wenn sie nichts zu tun hat. kommt hin und wieder mal vor. wer stets gewissenhaft seine arbeit macht, darf das finden cheffe und ich. außerdem kann sie auch kleinere recherchen für mich übernehmen. zum bleistift handelsregisterauszüge ziehen oder die eingehenden e-mails sortieren.
vor zwei wochen sehe ich hin zum ersten mal ein kleines lächeln auf ihrem gesicht aufblitzen, wenn sie grade mal pause hat. ich kann es mir schon denken: eine mail vom neuen schatzi, der ihr was nettes schreibt. mir ists egal, solange sie ihre arbeit tut und nur dann surft, wenns nicht stört.
wie ist das in euren büros, liebe leser?
gepostet am 03.03.2008, 14:39 h, in
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kb_mech
anfang der woche haben die azubine und ich über die inhalte des unterrichts in der berufsschule gesprochen. dabei erinnerte ich mich an unterrichtsstoff zum bgb. wer mit wem verwandt oder verschwägert ist, in welchem grad und so. oder: erbanteilsberechnung. das sind sachen, die ich in den jahren nach der ausbildung bis heute nie gebraucht habe. zwar ist das stoff, der noch auf meine azubine im nächsten jahr zukommt, aber: wofür?
und warum fängt es immer dann an zu regnen, wenn ich gerade aus der ubahn komme?
gepostet am 07.12.2007, 15:32 h, in
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kb_mech
es gibt zwei sachen, die dir deinen job sicherer einfacher machen, will man mit cheffe klar kommen:
erstens klopfe nicht an seine tür, wenn du weißt, dass er telefoniert. besser: latsch da einfach rein und gib ihm einen zettel mit deinem anliegen in die hand (wichtiger anruf oder wichtiger mandant ist gerade hereingekommen und bedarf seiner sofortigen aufmerksamkeit) und geh sofort wieder raus (er ignoriert grundsätzlich jedes klopfen). er beendet dann sein telefonat und du kannst durchstellen oder er kommt raus und geht zum mandanten ins besprechungszimmer.
zweitens wenn du mittag machst und dazu das büro verlässt, sag ihm bescheid, dass das sekretariat nicht besetzt ist und leite das haupttelefon auf seine durchwahl um. und vergiss nicht, ihm zu sagen, wenn du wieder da bist, dass du wieder da bist.
anschiss (der erste) an die azubine (soeben mündlich erteilt).
gepostet am 03.12.2007, 12:46 h, in
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kb_mech
jetzt hat cheffe sich also doch noch entschieden: wir nehmen eine auszubildende; aus einen osteuropäischen land. sie hat sich einfach mal per e-mail beworben und der gute umgang mit den neuen medien kam gut an. aber auch, dass sie auf eigene kosten zu einem bewerbungsgespräch nach deutschland kam. witzig, dass sie sowohl fließend deutsch als auch englisch spricht; nicht akzentfrei, aber sehr gut.
sie hat insgesamt dreieinhalb jahre bei einem westeuropäischen konzern in der telefonhotline gearbeitet (wohlgemerkt: etwa 850 km südöstlich des deutschen erzgebirges!), ihre zeugnisse sind ziemlich gut und
die ausbildungsvergütung liegt etwa 100 euro über dem, was sie bisher so verdient hat. da gewinnen beide seiten. das tollste ist, dass ich ihr nicht beibringen muss, wie man tippt. die macht glatt 130 anschläge die minute.
so lobe ich mir das.
gepostet am 11.10.2007, 11:43 h, in
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